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Die Gleichung x·ex=a läßt sich elementar nicht nach x auflösen. Du musst dazu ein numerisches Verfahren (zum Beispiel das Newton- oder Intervallhalbierungsverfahren) verwenden. Da die Gleichung jedoch immer wieder mal auftaucht, gibt es Tabellen für die Lösung: die sogenannte Lambert'sche W-Funktion. (Manche Computerprogramme, zum Beispiel TTMathe haben diese Funktion integriert.) Beachte jedoch, dass es für -1/e < a < 0 zwei Lösungen gibt.
Beispiele:
a) x·ex=2,2 => x=0,897 b) x·ex=-0,1 => x1=-0,112 und x2=-3,577 |
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| Hinweis für Programmierer: Um die Umkehrfunktion zu bestimmen, kann man für jeden y-Wert die Nullstelle der Hilfsfunktion h(x) = x·ex - y berechnen. Für y > 0 ist das Newtonverfahren das geeignete, für y < 0 nicht, da die Funktion h bei -1 eine waagrechte Tangente hat. Mit dem Intervallhalbierungsverfahren ist die Ermittlung der Nullstelle von h jedoch kein Problem. Für den Hauptwert lam(y) beginnt man mit dem Intervall (-1,0) für den Nebenwert Lam(y) mit dem Intervall (x,-1), wobei x < -1 so "eingefädelt" wird, dass h(x) positiv ist, da h(-1) negativ ist. | |
| Dazu muss man beachten x·ex = a => x = lam(a). |
| Für -1/e < a < 0 gibt es noch die 2. Lösung x = Lam(a) |
Die Lambertsche W-Funktiony=lam(x) Hauptzweig der Lambertsche W-Funktiony=Lam(x) Nebenzweig der Lambertsche W-Funktion
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x
- x
3 1 - -
3·e = - -x 3
e => x·e = -3e
x z
Substitution z = - - führt auf die Gleichung: z·e = e
3
Die Lösung ist z = lam(e)=1 und somit x = - 3·lam(e) = -3
Beispiel 2:
x
x·b = a (a>0, b>0)
x xlnb xlnb
Lösung: Mit b = e lautet die Gleichung x·e = a
z z
Substitution z=xlnb führt auf ———·e = a
lnb
z
Fertig! z·e = a·lnb
Die Lösung lautet: z = lam(a·lnb) (Für a>0,b>0 genau eine Lösung)
Rücksubstition: xlnb = lam(a·lnb)
lam(a·lnb)
Ergebnis: x = ——————————
lnb
x lam(10ln2)
Zum Beispiel: x·2 = 10 hat die Lösung x = —————————— = 2,190 601 218
ln2
Beispiel 3:
x + lnx = a
x + lnx a u + v e v lnx
Lösung: e = e . Mit e = e ·e und e = x folgt:
x a a
x·e = e . Lösung: x = lam(e )
2
Zum Beispiel: x + lnx = 2 hat die Lösung x = lam(e ) = 1,557 146
Beispiel 4:
a·x + b·lnx = c
a c
-x + lnx -
a c b a
Lösung: -x + lnx = - => e = e =>
b a
a c
-x -
b a a
x·e = e Substitution: z = -x
b
c c
- -
b z a z a a
-z·e = e => z·e = -·e . Fertig!
a b
c
-
a a
z = lam( -· e ) und somit:
b
c
-
a a
b·lam(-·e )
b
Also: x = —————————————
a
1 3
Zum Beispiel: 2x+lnx=3 hat die Lösung: x = -lam(2e ) = 1,349 962
2
2x 3 3
Der Geübte rechnet: 2x+lnx=3 => 2x·e = 2e => 2x=lam(2e ) Fertig!
Beispiel 5:
ax + q· log x = c, wobei log der Logarithmus zur Basis p sei.
p p
lnx q
Mit log x = ——— und b = ——— kann man wie in Beispiel 4 rechnen.
p lnp lnp
Beispiel 6:
x a a lna
a = x hat die Lösung x = a und x = - ———lam(- ———) für x,a > 0.
lna a
x a
Herleitung: a = x => xlna - alnx = 0. Nun kann man wie in Beispiel 4 rechnen:
lna
- ———x
lna a lna a
- ———x - lnx =0 => xe = 1. Substitution z = - ———x oder x = - ———z ergibt:
a a lna
z lna lna a lna
ze = - ——— . Somit z = lam(- ———) und x = - ———lam(- ———)
a a lna a
lna
I Genau eine Lösung, wenn - ——— ≥ 0 , d.h. 0 < a ≤ 1.
a
1 lna
II Genau zwei Lösungen, wenn - - < - ——— < 0. d.h. a > 1.
e a
lna 1
III Grenzfall: Genau eine Lösung, wenn - ——— = - -, also a = e.
a e
lna 1
Hilfsmittel: Das Schaubild von a -> ——— hat den Hochpunkt H(e|-).
a e
Zusammenfassung
x a
a = x hat für 0 < a ≤ 1 und a = e die
triviale Lösung x = a.
Für a > 1 und a ≠ e gibt es außer der
trivialen Lösung x=a noch eine zweite
a lna
Lösung x = - ———lam(- ———).
lna a
Diese Werte lassen sich nur näherungsweise
berechnen.
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Hochinteressant sind die beiden Zweige
a lna
x1 = - ———lam(- ———) und
lna a
a lna
x2 = - ———Lam(- ———).
lna a
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y
Die Gleichung y=a·x·ln(b·x) hat die Lösung x = —————————
y
a*lam(——)
ba
y y
Herleitung: y=ax·ln(bx) => —— = ln(bx) => exp(——) = bx
ax ax
y y by
Substitution z = —— , x = —— ergibt: exp(z) = ——
ax az az
by
Daraus folgt: z·exp(z) = ——. Also mit der Lambert'schen W-Funktion:
a
y y y
z = lam(——) Mit x= —— folgt: x = ——————————
ba az by
a·lam(——)
a
Beispiel 8: Die Gleichung xx = a kann durch x·ln(x)=ln(a) auf Beipiel 7
zurückgeführt werden:
ln(a)
x= ——————————
lam(ln(a))
Für a=7 ist zum Beispiel mit x=2,316 454 958 785 612 3
2,3164549587856123
2,3164549587856123 = 7
y x lnx lny
x = y <=> ylnx = xlny <=> ——— = ———
x y
lnx
Betrachten wir nun die Funktion f(x) = ———.
x
Dann lautet unsere Frage: Wann ist f(x) = f(y) für x ≠ y ?
ln2 ln4 4 2
Zum Beispiel f(2) = f(4), d.h. ——— = ——— also 2 = 4 oder
2 4
ln1,371288575 ln10 10 1,371288575
f(1,371288575) = f(10), d.h. ————————————— = ———— also 1,371288575 = 10 .
1,371288575 10
Siehe dazu auch das Beispiel 6 zu der Lambertschen Funktion
—— —— ————————— -
-1 = \/-1·\/-1 = \/(-1)·(-1) = \/1 = 1
Bei den "komlexen Zahlen" handelt es sich um einen Zahlenbereich, der die reellen Zahlen
umfaßt, bei dem es aber noch eine weitere Zahl i gibt mit i2 = -1. Diese Zahl wird
fälschlicherweise häufig mit "Wurzel von -1" bezeichnet.
- - ———
\/a·\/b = \/a·b (Produktregel)
ohne Bedenken auch fuer andere Werte verwendest. Es gibt keine Funktion
—— -2 "\/ " mit der Eigenschaft \/x = xfür Werte ausserhalb der reellen Zahlen ≤ 0, die die obigen Eigenschaft hat. Man könnte zwar willkürlich
——
\/-1 := i
definieren, aber dann darf man die obige Produktregel nicht anwenden, weil sie halt nicht gilt.
—— -
—— \/-1 \/1 1
i = \/-1 = ———— = ———— = - = - i => i = 0 (falsch!!!)
- —— i
\/1 \/-1