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C-Dur Neapolitaner
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C-Dur Doppeldoppel- dominante ![]() |
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Hier gilt die Beringer Faustregel von 1610: Halbtöne auf derselben Linie im Notensystem sind als
kleiner Halbton, Halbtöne auf benachbarten Linien als
großer Halbton zu intonieren.
Bei Pier Francesco Tosi kann man in seiner Singanleitung "Opinioni de' Cantori (Bologna, 1723) nachlesen: Chromatische Halbtöne (Hier: C-Cis) sind 4/9 und diatonische Halbtöne (hier C-Des sind 5/9 eines Ganztones. |
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Bei der mitteltönigen Stimmung wird versucht, möglichst viele reine Terzen zu verwenden. Die Quinten im Quintenzirkel werden entsprechend angepasst. (697 Cent im Vergleich zur reinen Quint mit 702 Cent). Die zwölfte Quinte wird dabei viel zu groß. Man nennt sie die "Wolfsquinte". Terzen, die nicht über die Wolfsquinte reichen, sind rein (386 Cent). Terzen über die Wolfsquinte sind deutlich verstimmt. In der Skizze ist der gleichstufige Quintenzirkel als 12-Eck gezeichnet. Das mitteltönige Gis und das (theoretische) As unterscheiden sich um 41 Cent. Für den Mathematiker: CGis(mitteltönig) = 2*gT = 8*mQ - 4*Ok = 772,6 Cent CAs(mitteltönig) = 3*Ok - 4 mQ = 813,7 Cent Differenz = 41,1 Cent (ein Fünftelton) Die Zeichnung vergröbert (entsprechend der Wahrnehmung des Gehörs): Für den Mathematiker: Gleichstufige Quint (700 Cent) hier ≈ 20 mm 41,1 Cent ≈ 1,2 mm |
Die Oktaven und "viele" Terzen sind rein, d.h. dieselben wie im Quint-Terz-System. Der Ganzton jedoch gemittelt zwischen großem und kleinem Ganzton (204 Cent und 182 Cent), die Quinte entsprechend angepasst (Zum Vergleich: reine Quinte = 702 Cent. Quinte des zwölfstufigen Tonraumes = 700 Cent).
Damit kann man wohltönende Tonleitern aufbauen, die Modulationen (beschränkt) ermöglichen. Allerdings ist der Quintenzirkel nicht wie beim zwölfstufige Tonraum geschlossen. Und: Modulationen in entferntere Tonlagen sind mit solch einem gestimmten Tasteninstrument nur bedingt möglich. Manche unreine Quinten zum Beispiel EsAs=EsGis wurden deshalb als "Wolf" bezeichnet.
Hörbeispiel: Kadenzen F-Dur und As-Dur
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Spiele F-Dur und As-Dur (genauer "viertel mitteltönig") (genauer Werkmeister III) |
Wohltemperierten Stimmungen waren ca. 1700-1870 weit
verbreitet.
Zu Johann Sebastian Bachs Zeit fand ein Umbruch zu den
wohltemperierten Stimmungen statt, die es ermöglichte,
in mehr Tonarten zu modulieren. Bei diesen Stimmungen
erhält man eine Klangfarbenabstufung der Tonarten. Die
C-Dur-nahen Tonarten klingen harmonisch, daher kraftvoll,
während andere geschärft bzw. gespannt klingen.
Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts richteten sich nach
diesen Stimmungen (siehe dazu den Praktiker Reiner
Jank).
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Bei den wohltemperierten Stimmungen werden die Quinten
unterschiedlich verstimmt mit der Tendenz zu
"geschärften" Terzen. In letzter Konsequenz
führte das zur gleichstufigen Stimmung. Zunächst wurde - vereinfacht dargestellt - die zweite Terz im Quintenzirkel E-Gis geschärft (erhöht), später auch die erste, damit keine Wolfsquinten mehr auftraten. In zahlreichen Versuchen behielt man zunächst verkleinerte Quinten Bei der Diskussion über historische Stimmungen muss man sich heute stets vor Augen halten, dass es keine physikalischen Stimmgeräte gab. Man konnte leicht reine Terzen und reine Quinten stimmen. Die "verstimmten" musste man jedoch durch Auszählen von Schwebungen ermitteln. Dies wurde noch dadurch erschwert, dass sich die Schwebungen bei Intervallen in höheren Lagen erhöhen, zum Beispiel in Oktavlage verdoppeln. |